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Alternativen zu Anbietern von Produktsicherheitsverantwortlichen in Großbritannien

Kurze Antwort: Unternehmen außerhalb der EU, die Produkte nach Großbritannien oder in die EU verkaufen, müssen einen Produktsicherheitsverantwortlichen (Responsible Person) benennen. Mehrere Anbieter bieten diesen Service mit unterschiedlichen Preisen, Leistungsumfängen und Schwerpunkten an. Ein detaillierter Vergleich hilft, Compliance-Lücken, Zusatzkosten und Risiken zu vermeiden.

Aktualisiert · 7 Quellen geprüft

Anbieter im Vergleich

ProviderEstablished inPublished priceWhat the price includesBest for
REP27 — Europe Services, SETschechienEUR 290-890 pro JahrGPSR Responsible Person für alle 27 EU-Staaten + EWR, verifizierbares Mandat, Labeltext, Anfrage-Desk, Dokumentationshaltung, keine ProduktbegrenzungShopify, TikTok Shop, Amazon, Etsy, eigene Shops, unbegrenzte Produkte
EldrisQuelleEstlandGBP 195 einmaligResponsible Person (EU & UK), weitere Details auf AnfrageUnternehmen mit Bedarf an einmaliger Bestellung (EU & UK)
Westwood SourcingQuelleNiederlandeEUR 150 pro JahrEU Authorised Representative (GPSR), weitere Details auf AnfrageKostengünstige Lösung für einfache Fälle
EAS ProjectQuelleNiederlandeEUR 199 pro JahrGPSR 1 (1 Produkttyp), weitere Details auf AnfrageHersteller/Importeure mit wenigen Produkttypen
Fluxy.OneQuelleLettlandEUR 249 pro JahrResponsible Person only, weitere Details auf AnfrageSchnelle Bestellung für einzelne Produktlinien
EuverifyQuelle[unspezifiziert EU/UK]GBP 490 pro JahrStarter (bis 5 Produktfamilien), weitere Details auf AnfrageUnternehmen mit mehreren Produktfamilien
EaseCertQuelle[unspezifiziert]EUR 400 einmaligOne-time setup, weitere Details auf AnfrageFirmen mit einmaligem Bedarf

Preise wie am 25 Oktober 2026 auf der Website des jeweiligen Anbieters veröffentlicht, zzgl. MwSt., sofern nicht anders angegeben. Jede Zeile verweist auf ihre Quelle.

Was verlangt das Gesetz? (GPSR, Artikel 16)

Die EU-Verordnung 2023/988 (General Product Safety Regulation, GPSR) verpflichtet Hersteller außerhalb der EU, die Produkte an Verbraucher in der EU verkaufen, zur Benennung eines Produktsicherheitsverantwortlichen (Responsible Person) mit Sitz in der EU. Diese Pflicht gilt unabhängig davon, ob der Vertrieb über einen eigenen Shop, Marktplätze wie Amazon, Etsy oder TikTok Shop oder über Großhändler erfolgt. Die Responsible Person übernimmt zentrale Aufgaben:

Wichtig: Die Pflicht trifft auch Importeure und Händler, die Produkte unter eigenem Namen oder Label verkaufen. Wer nur als Distributor für Markenprodukte agiert, hat reduzierte Pflichten, muss aber dennoch bestimmte Informationen bereithalten.

Leistungsvergleich: Was ist enthalten?

Die Leistungen der Anbieter unterscheiden sich erheblich. Entscheidend ist, ob der Service alle Produktarten, Vertriebskanäle und Länder abdeckt, wie die Mandatsbestätigung erfolgt und welche Zusatzkosten entstehen können. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede:

AnbieterEnthaltenNicht enthaltenZusatzgebühren
REP27Verifizierbares Mandat, Labeltext in mehreren Sprachen, Dokumentationshaltung, Anfrage-Desk, alle EU/EWR-Länder, keine Produktbegrenzung, QR-verifizierbare UrkundeUK Responsible Person, Schweizer VertreterKeine laut Quelle
EldrisResponsible Person (EU & UK)Weitere Details auf AnfrageOn request
Westwood SourcingEU Authorised Representative (GPSR)Weitere Details auf AnfrageOn request
EAS ProjectGPSR 1 (1 Produkttyp)Mehrere Produkttypen kosten extraOn request
Fluxy.OneResponsible Person onlyWeitere Details auf AnfrageOn request
EuverifyBis 5 ProduktfamilienMehr als 5 Familien kosten extraOn request
EaseCertOne-time setupWeitere Details auf AnfrageOn request

Worauf Sie achten sollten:

Gerade bei Marktplatz-Verkäufen ist ein verifizierbares Mandat (z.B. QR-Code, Register) entscheidend, um Compliance gegenüber Plattformen und Behörden nachzuweisen.

Entscheidungsmatrix: Wer braucht was?

Ob Sie einen Produktsicherheitsverantwortlichen benötigen, hängt von mehreren Faktoren ab. Die folgende Matrix hilft bei der schnellen Einordnung:

Wenn Sie ...Sie brauchen ...Sie brauchen es nicht, wenn ...
Hersteller außerhalb der EU/UK, B2C, eigener ShopEU/UK Responsible PersonSie nur B2B an EU-Importeure verkaufen und diese die Verantwortung übernehmen
Nur über Marktplätze (Amazon, Etsy, eBay, TikTok Shop)Responsible Person für Marktplatz erforderlich (Angabe im Seller Center)Marktplatz übernimmt die Rolle (selten, meist bei Eigenmarken des Marktplatzes)
EU-Unternehmen, Produktion in der EUKeine Responsible Person nötig---
Nur digitale Produkte/DienstleistungenKeine Responsible Person nötig---
Handgefertigte Produkte, EinzelstückeResponsible Person, wenn Verkauf an Verbraucher in der EUNur B2B und keine Endkunden in der EU
Großhändler mit eigenem LabelResponsible Person, da Sie als Hersteller geltenNur Vertrieb von Markenprodukten ohne Labeländerung

Praktisch bedeutet das: Sobald Sie als Nicht-EU-Unternehmen physische Produkte an Endkunden in der EU liefern, ist ein Responsible Person Service Pflicht. Auch Dropshipping-Shops und Print-on-Demand-Anbieter sind betroffen, sofern sie als Hersteller auftreten.

Ablauf: So funktioniert die Bestellung

Die Bestellung eines Produktsicherheitsverantwortlichen ist ein mehrstufiger Prozess, der sorgfältig geplant werden sollte, um Compliance-Lücken und Lieferverzögerungen zu vermeiden. Die wichtigsten Schritte:

  1. Anbieter auswählen: Vergleichen Sie Preise, Leistungsumfang, Produktbegrenzungen und Zusatzgebühren. Prüfen Sie, ob der Anbieter für Ihre Produktarten und Vertriebskanäle geeignet ist.
  2. Kontaktaufnahme und Angebot: Fordern Sie ein Angebot an und klären Sie offene Fragen (z.B. zu Produktfamilien, Labeltexten, Dokumentationsanforderungen).
  3. Vertrag/Mandat abschließen: Unterschreiben Sie das Mandat. Bei REP27 erfolgt die Ausstellung innerhalb von 24 Stunden nach Zahlung und Formulareingang.
  4. Angaben für Label und Verpackung erhalten: Sie erhalten die rechtlich vorgeschriebenen Angaben (Name, Adresse, ggf. QR-Code) für Produkt, Verpackung und Beileger. Bei REP27 sind Übersetzungen für verschiedene Märkte enthalten.
  5. Produkt- und Verpackungsdesign anpassen: Integrieren Sie die Angaben in Ihr Artwork. Änderungen sollten vor der nächsten Produktionscharge erfolgen, um teure Nachbesserungen zu vermeiden.
  6. Dokumentation bereitstellen: Übermitteln Sie Konformitätserklärungen und technische Unterlagen an den Anbieter. Diese werden zehn Jahre lang aufbewahrt und bei Behördenanfragen vorgelegt.
  7. Responsible Person auf Website und Marktplatz eintragen: Tragen Sie die Angaben im Seller Center (z.B. Amazon, TikTok Shop) und auf Ihrer Website ein.
  8. Regelmäßige Überprüfung: Aktualisieren Sie die Angaben bei Produktwechseln, Anbieterwechsel oder neuen Märkten. Bei REP27 ist ein Wechselservice für bestehende Produkte enthalten.

Checkliste für heute:

  1. Prüfen Sie, ob Sie als Hersteller/Importeur betroffen sind.
  2. Vergleichen Sie Anbieter und Preise.
  3. Bereiten Sie Produktliste und technische Dokumentation vor.
  4. Planen Sie Artwork-Änderungen für die nächste Produktion.
  5. Stellen Sie sicher, dass die Responsible Person auf allen Kanälen korrekt angegeben ist.

Was Anbieter oft nicht sagen

Viele Anbieter kommunizieren nicht offen über Begrenzungen, Zusatzkosten und Haftungsfragen. Folgende Punkte sollten Sie vor Vertragsabschluss klären:

Vor Vertragsabschluss sollten Sie sich schriftlich bestätigen lassen, welche Leistungen im Preis enthalten sind und welche nicht.

Risiken und Bußgelder

Die Nicht-Benennung oder fehlerhafte Angabe eines Produktsicherheitsverantwortlichen kann gravierende Folgen haben. Behörden können den Verkauf Ihrer Produkte in der gesamten EU untersagen, Rückrufe anordnen oder Bußgelder verhängen. Die GPSR selbst sieht keine festen Bußgeldrahmen vor, aber nationale Behörden können empfindliche Strafen aussprechen. Weitere Risiken:

Ein Wechsel der Responsible Person muss sorgfältig geplant werden: Erst das neue Mandat unterschreiben, dann die Angaben auf Marktplätzen und Labels aktualisieren, erst danach den alten Vertrag kündigen. So vermeiden Sie eine Compliance-Lücke.

Drei realistische Szenarien

Diese Szenarien zeigen: Die Pflicht zur Responsible Person betrifft nicht nur große Hersteller, sondern auch kleine Online-Shops, Markeninhaber und Importeure. Ein passender Anbieter spart Zeit, Kosten und minimiert das Risiko von Compliance-Lücken.

Wann Sie das nicht brauchen

Häufige Fragen

Wann brauche ich einen Produktsicherheitsverantwortlichen (Responsible Person)?

Wenn Sie als Hersteller oder Importeur außerhalb der EU physische Produkte an Verbraucher in der EU verkaufen, verlangt die GPSR die Benennung eines Verantwortlichen mit Sitz in der EU. Für den Verkauf nach Großbritannien gelten analoge Regeln mit eigenem UK Responsible Person.

Kann mein Logistiker oder Fulfillment-Dienstleister als Responsible Person fungieren?

Nein, laut GPSR darf nur ein Unternehmen mit Sitz in der EU, das die Aufgaben schriftlich übernimmt, als Responsible Person benannt werden. Logistiker, 3PL oder Marktplätze übernehmen diese Rolle in der Regel nicht.

Wie viele Produkte kann ich pro Responsible Person anmelden?

Das hängt vom Anbieter ab. REP27 erlaubt unbegrenzte Produkte pro Mandat. Andere Anbieter begrenzen auf einzelne Produkttypen oder Produktfamilien und verlangen für mehr Auswahl oft Zusatzgebühren (z.B. EAS Project, Euverify).

Was passiert, wenn ich den Anbieter wechseln möchte?

Zuerst das neue Mandat unterschreiben, dann die Angaben auf Marktplätzen und Labels aktualisieren, erst danach den alten Vertrag kündigen. So vermeiden Sie eine Lücke in der Compliance und den Verlust von Listings. REP27 bietet einen Wechselservice an.

Wie schnell erfolgt die Ernennung?

Bei REP27 erfolgt die Ausstellung des Mandats in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Zahlung und Formulareingang. Bei anderen Anbietern kann es variieren (On request, wenn nicht angegeben).

Welche Dokumente muss ich bereitstellen?

Sie benötigen eine Konformitätserklärung und die technische Dokumentation für jedes Produkt, die zehn Jahre lang verfügbar gehalten werden muss. Diese werden vom Responsible Person-Anbieter verwahrt und bei Behördenanfragen vorgelegt.

Welche Kosten können zusätzlich entstehen?

Zusatzkosten entstehen oft für weitere Produkttypen, nachträgliche Änderungen oder spezielle Services. Die genauen Gebühren sind bei vielen Anbietern nur auf Anfrage erhältlich. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss, was im Preis enthalten ist.

Gilt die Responsible Person auch für Marktplatz-Verkäufe (Amazon, Etsy, TikTok Shop)?

Ja, für den Verkauf über Marktplätze ist die Benennung einer Responsible Person erforderlich, die im jeweiligen Seller Center eingetragen wird. Die Anforderungen sind identisch mit denen für eigene Shops.

Was passiert bei fehlender Responsible Person?

Ohne Responsible Person drohen Zollstopps, Rückrufe, Bußgelder und der Verlust von Marktplatz-Listings. Behörden können den Verkauf in der gesamten EU untersagen. Auch Reputationsschäden sind möglich.

Kann ich die Responsible Person selbst übernehmen?

Nur, wenn Sie ein Unternehmen mit Sitz in der EU sind. Für Unternehmen außerhalb der EU ist die Bestellung eines externen Anbieters zwingend erforderlich. Für UK gilt das Gleiche mit Sitz im Vereinigten Königreich.

Wie lange gilt das Mandat?

Das Mandat gilt in der Regel für die vereinbarte Laufzeit (z.B. 1 Jahr) und muss bei Anbieterwechsel oder Vertragsende erneuert werden. Bei REP27 ist die Laufzeit jährlich, bei anderen Anbietern teils einmalig oder nach Produktfamilie.

Muss ich die Responsible Person auf dem Produkt angeben?

Ja, Name und Adresse der Responsible Person müssen dauerhaft auf dem Produkt, der Verpackung oder einem Beileger angebracht werden. Dies ist eine zentrale Anforderung der GPSR.

Quellen

  1. REP27 – GPSR Responsible Person für Shopify — gdprrepresentative.com
  2. Eldris – EU Responsible Person Service — responsible.eldris.ai
  3. Westwood Sourcing — westwoodsourcing.com
  4. EAS Project – GPSR — easproject.com
  5. Fluxy.One — checkedsource.com
  6. Euverify — euverify.com
  7. EaseCert — responsiblepersonfinder.com

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