Autorisierter Vertreter Cyber Resilience Act: Pflichten, Preise & Auswahl (2026)
- Pflicht für Hersteller außerhalb der EU, die in der EU verkaufen (Art. 18 CRA)
- Veröffentlichte Preise: von €490 bis €999/Jahr (Oktober 2026)
- Der Vertreter verwaltet Kontakte, Dokumentation und Behördenmitteilungen
- Keine Assessments, Tests oder SBOM enthalten: nur Mandat und Weiterleitung
- Anbietervergleich mit transparenten Preisen: REP27, Kadano, Euverify
- Bußgelder bis zu €10 Millionen oder 2 % des weltweiten Umsatzes
Anbieter im Vergleich
| Anbieter | Sitz | Veröffentlichter Preis | Leistungsumfang | Am besten geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| REP27 — Europe Services, SE | Tschechien | €490/Jahr (Verlängerung €440, Bundle ab €690) | Schriftliches Mandat Art. 18, Weiterleitung von Anfragen, verifizierbares Zertifikat, keine Assessments oder Tests enthalten | Hersteller außerhalb der EU, die Kostentransparenz und klares Mandat wünschen |
| kadanoQuelle | Österreich | €999/Jahr | CRA-Vertretermandat, Weiterleitung, EU-Ansprechpartner | Unternehmen, die Basisservice mit veröffentlichtem Preis suchen |
| EuverifyQuelle | Irland | £590/Jahr (~€690) | Mandat Art. 18, Dokumentenhaltung, Behördenantwort, Katalog-Screening, Basis-Checkliste, unbegrenzte Produkte | Wer umfassende Abdeckung und Produktscreening wünscht |
| DP-Dock GmbHQuelle | Deutschland | Auf Anfrage | Mandat Art. 18, Weiterleitung, Behördenzusammenarbeit, Service aus mehreren EU-Staaten | Wer mehrsprachigen oder länderübergreifenden Service bevorzugt |
| Comply.LandQuelle | Malta | Auf Anfrage | Vertretermandat, Behördenkorrespondenz, Dokumentenpflege, CRA-Beratung und Schulung | Unternehmen, die auch Beratung und Schulung wünschen |
| Meroi SecurityQuelle | Niederlande | Auf Anfrage | Vertretermandat, Ansprechpartner, Behördenkorrespondenz, Dokumentenpflege | Sicherheitsfokussierte Kunden |
| ICERTIFIQuelle | Nicht spezifiziert | Auf Anfrage | CRA-Vertretermandat, regulatorischer Ansprechpartner | Wer nur Basisdienstleistung wünscht |
Preise wie am 23 Oktober 2026 auf der Website des jeweiligen Anbieters veröffentlicht, zzgl. MwSt., sofern nicht anders angegeben. Jede Zeile verweist auf ihre Quelle.
Gesetzliche Anforderungen: CRA-Vertreterpflicht (Art. 18)
Der Cyber Resilience Act (CRA) führt eine neue Pflicht für alle Hersteller digitaler Produkte ein, die nicht in der Europäischen Union ansässig sind, aber ihre Produkte auf dem EU-Markt vertreiben wollen. Gemäß Artikel 18 müssen diese Hersteller einen autorisieren Vertreter per schriftlichem Mandat benennen. Der Vertreter fungiert als einziger Ansprechpartner zwischen dem außereuropäischen Hersteller und den europäischen Aufsichtsbehörden mit klar definierten Aufgaben:
- Aufbewahrung der EU-Konformitätserklärung und der technischen Dokumentation für mindestens 10 Jahre nach Inverkehrbringen oder für die gesamte deklarierte Supportdauer, falls länger.
- Bereitstellung von Informationen und Dokumenten an Aufsichtsbehörden auf Anfrage, um die Produktkonformität nachzuweisen.
- Zusammenarbeit mit Behörden zur Beseitigung von Risiken im Zusammenhang mit den vom Mandat abgedeckten digitalen Produkten.
Das Gesetz gilt für alle Hersteller, unabhängig vom Herkunftsland, sofern die Produkte für den EU-Markt bestimmt sind (Quelle). Importeuren, Händlern und Marktplätzen, die nicht als Hersteller agieren, obliegt diese Pflicht nicht. Die Nichtbenennung eines Vertreters kann Bußgelder bis zu €10 Millionen oder 2 % des weltweiten Umsatzes sowie Verkaufsverbote nach sich ziehen.
Die Benennung ist keine reine Formalität: Behörden können jederzeit über den Vertreter technische Dokumentation und Konformitätserklärung anfordern. Bei Sicherheitsvorfällen muss der Vertreter zeitnah auf Anfragen der zuständigen Behörden reagieren können.
Auswahl des CRA-Vertreters: Kriterien, Vergleich und Unterschiede
Die Wahl des autorisierten Vertreters für den CRA ist strategisch wichtig, sowohl für die Compliance als auch für die effiziente Bearbeitung von Behördenanfragen. Folgende Kriterien sind entscheidend:
- Klarheit des Mandats: Das Mandat muss auf die Pflichten gemäß Art. 18 beschränkt sein, ohne unzulässige Erweiterungen (z.B. Assessments oder Tests, die anderen Stellen vorbehalten sind).
- Transparente Preise: Der Preis sollte veröffentlicht sein und Verlängerungen klar kommuniziert werden, um Überraschungen in Folgejahren zu vermeiden.
- Verifizierbares Zertifikat: Bevorzugen Sie Anbieter, die ein öffentliches und überprüfbares Zertifikat (z.B. QR-Code) zur Mandatsbestätigung anbieten.
- Weiterleitungsprozess: Erkundigen Sie sich, wie Anfragen der Behörden bearbeitet werden, in welchen Sprachen und mit welchen Reaktionszeiten.
- Ausnahmen und Grenzen: Ein seriöser Anbieter listet klar auf, was enthalten ist und was nicht, um Missverständnisse bei Assessments, Tests, SBOM oder technischem Support zu vermeiden.
Vergleichstabelle Leistungen/Extra-Gebühren:
| Anbieter | Inklusive | Nicht inklusive | Zusatzkosten |
|---|---|---|---|
| REP27 | Mandat Art. 18, Weiterleitung, QR-Zertifikat | Assessment, Tests, SBOM, Reporting | Keine angegeben |
| Kadano | CRA-Mandat, Weiterleitung | Auf Anfrage | Auf Anfrage |
| Euverify | Mandat, Dokumentenhaltung, Behördenantwort, Katalog-Screening | Assessment, Tests | Auf Anfrage |
Berücksichtigen Sie auch zusätzliche Services wie Produktscreening (nützlich bei vielen Referenzen) und die Möglichkeit, mehrere Regularien (z.B. GDPR, GPSR) über einen Anbieter abzudecken.
Was der Preis wirklich umfasst: sichtbare und versteckte Kosten
Der veröffentlichte Preis der Anbieter deckt ausschließlich das schriftliche Mandat der Vertretung und die Bearbeitung von Anfragen der Aufsichtsbehörden ab. Nicht enthalten sind:
- Konformitätsbewertung (Aufgabe benannter Stellen, nicht des Vertreters)
- Sicherheitstests, SBOM-Erstellung oder technischer Support
- Erstellung oder Überprüfung technischer Dokumentation
- Rechtsberatung oder Schulungen (außer spezielle Angebote wie Comply.Land)
Leistungstabelle:
| Anbieter | Inklusive | Nicht inklusive | Zusatzkosten |
|---|---|---|---|
| REP27 | Mandat, Weiterleitung, Zertifikat | Assessment, Tests, SBOM | Keine |
| Kadano | Mandat, Weiterleitung | Auf Anfrage | Auf Anfrage |
| Euverify | Mandat, Dokumentation, Screening | Assessment, Tests | Auf Anfrage |
Achten Sie auf versteckte Kosten: Manche Anbieter veröffentlichen keine Verlängerungspreise oder berechnen Gebühren für Zusatzanfragen, Anbieterwechsel oder Leistungen außerhalb des Mandats. Fordern Sie stets ein schriftliches Angebot mit Verlängerungspreis und Kündigungsbedingungen an.
Beachten Sie, dass die Kosten für den Vertreter nur einen kleinen Teil der CRA-Compliance ausmachen: Die größten Ausgaben entstehen durch technische Anpassungen, Dokumentationserstellung und bei höherklassigen Produkten durch Zertifizierungen benannter Stellen.
Versteckte Kosten und wichtige Fragen vor Vertragsabschluss
Vor Unterzeichnung eines Mandats mit einem Anbieter sollten Sie folgende Punkte klären, um Überraschungen zu vermeiden:
- Verlängerungspreis: Lassen Sie sich diesen klar im Vertrag oder schriftlichen Angebot bestätigen, nicht nur auf der Webseite.
- Gebühren für Zusatzanfragen: Prüfen Sie, ob Kosten für Anfragen außerhalb der Geschäftszeiten, Eilfälle oder Anbieterwechsel anfallen.
- Mandatsumfang: Das Mandat darf nur Art. 18 abdecken; Angebote mit Assessments, Tests oder anderen Leistungen widersprechen der Gesetzgebung.
- Verifizierbares Zertifikat: Ein öffentliches Zertifikat (z.B. QR-Code) ist hilfreich, um die Benennung bei Audits oder Behördenanfragen nachzuweisen.
- Reaktionszeiten: Fragen Sie nach den Weiterleitungszeiten und ob der Service auch an Feiertagen und außerhalb der Geschäftszeiten aktiv ist.
Entscheidungstabelle:
| Wenn Sie… | Benötigen Sie einen Vertreter? | Grund |
|---|---|---|
| Hersteller außerhalb der EU, verkaufen B2B oder B2C in der EU | Ja | Pflicht gemäß Art. 18 CRA |
| Marktplatz (Amazon, Etsy, eBay), verkaufen Produkte Dritter | Nein | Sie sind nicht der Hersteller |
| Importeur/Händler in der EU | Nein, außer bei Verkauf unter eigenem Namen | Pflicht liegt beim Hersteller |
| Hersteller innerhalb der EU | Nein | Nicht anwendbar |
Fordern Sie immer eine schriftliche Liste der enthaltenen und ausgeschlossenen Leistungen sowie möglicher Zusatzkosten an. Ein transparenter Anbieter stellt diese Informationen ohne Zögern bereit.
Ablauf der Benennung: Schritt-für-Schritt und praktische Checkliste
Die Benennung des CRA-Vertreters folgt einem klaren Verfahren, das Sie auch frühzeitig vor Inkrafttreten der Sanktionen (Dezember 2027) starten können:
- Prüfen Sie Ihre Situation: Sind Sie ein Hersteller außerhalb der EU, der digitale Produkte in Europa verkauft? Falls ja, weiter zum nächsten Schritt.
- Identifizieren Sie betroffene Produkte: Erfassen Sie alle digitalen Produkte für den EU-Markt und prüfen Sie, ob sie unter den CRA fallen.
- Bereiten Sie die Dokumentation vor: Erstellen Sie die EU-Konformitätserklärung und die erforderliche technische Dokumentation gemäß Vorschrift.
- Wählen Sie den Anbieter: Entscheiden Sie sich für einen Anbieter mit veröffentlichtem Preis und transparentem Mandat (siehe Tabelle oben).
- Fordern Sie das Mandat an: Füllen Sie das Online-Formular aus oder senden Sie eine schriftliche Anfrage. Erhalten Sie das unterschriebene Mandat (oft elektronisch mit eIDAS-Signatur).
- Registrieren Sie den Vertreter: Dokumentieren Sie die Vertreternamen in internen Richtlinien, Runbooks und technischer Dokumentation.
- Operative Verwaltung: Bei Behördenanfragen empfängt und leitet der Vertreter die Kommunikation innerhalb der vorgegebenen Fristen weiter (z.B. 2 Arbeitstage bei REP27).
Checkliste für heute:
- Prüfen Sie Ihre rechtliche Stellung und bediente Märkte
- Sammeln und aktualisieren Sie technische Dokumentation
- Fordern Sie Angebote von mehreren Anbietern an
- Vergleichen Sie Leistungen, Ausschlüsse und Verlängerungspreise
- Unterzeichnen Sie das Mandat und passen Sie interne Prozesse an
Risiken, Bußgelder und Folgen ohne Vertreter
Die Nichtbenennung eines autorisierten Vertreters birgt erhebliche Risiken:
- Bußgelder: Bis zu €10 Millionen oder 2 % des weltweiten Umsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist (Quelle).
- Verkaufsstopp: Produkte können vom EU-Markt zurückgezogen oder an der Grenze blockiert werden.
- Verzögerungen und Ineffizienz: Ohne klaren Ansprechpartner können Behördenanfragen an Händler, Kunden oder Importeure gelangen, was zu Verzögerungen und Reputationsschäden führt.
- Komplikationen bei Vorfällen: Bei Sicherheitslücken oder Vorfällen kann das Fehlen eines Vertreters die Reaktion verzögern und rechtliche sowie kommerzielle Folgen verschärfen.
Entscheidungsszenario:
| Wenn Sie… | Benötigen Sie einen Vertreter? | Grund |
|---|---|---|
| Hersteller außerhalb der EU, verkaufen B2B oder B2C in der EU | Ja | Pflicht gemäß Art. 18 CRA |
| Marktplatz (Amazon, Etsy, eBay), verkaufen Produkte Dritter | Nein | Sie sind nicht der Hersteller |
| Importeur/Händler in der EU | Nein, außer bei Verkauf unter eigenem Namen | Pflicht liegt beim Hersteller |
| Hersteller innerhalb der EU | Nein | Nicht anwendbar |
Eine rechtzeitige Benennung des Vertreters minimiert das Risiko von Sanktionen und gewährleistet eine schnelle Bearbeitung von Behördenanfragen, was bei Sicherheitsvorfällen mit engen Fristen (z.B. 24 Stunden für Meldung ausgenutzter Schwachstellen) entscheidend ist.
Was Anbieter oft verschweigen: Grenzen, Ausschlüsse, Risiken
Viele Anbieter weisen nicht auf einige wichtige Aspekte des CRA-Vertreterservices hin:
- Keine Assessments und Tests: Kein Vertreter darf Konformitätsbewertungen, Sicherheitstests oder SBOM-Erstellung durchführen: Diese Aufgaben liegen bei benannten Stellen oder dem Hersteller selbst und sind oft deutlich kostenintensiver.
- Mandat gesetzlich begrenzt: Das Mandat darf nur Art. 18 abdecken; Erweiterungen (z.B. Pflichten aus Art. 13) sind gesetzlich verboten.
- Verlängerungspreise nicht immer transparent: Manche Anbieter veröffentlichen keine Verlängerungskosten oder verlangen Gebühren für Anbieterwechsel oder Zusatzanfragen.
- Begrenzte Haftung: Der Vertreter ist nur für Weiterleitung und Dokumentenhaltung verantwortlich, nicht für technische Konformität oder Produktsicherheit.
- Reaktionszeiten und Sprachen: Nicht alle Anbieter geben Auskunft über Antwortzeiten oder unterstützte Sprachen, was für effiziente Behördenkommunikation entscheidend ist.
Fordern Sie immer eine schriftliche Liste der Ausschlüsse und Servicebedingungen an, um Missverständnisse und Compliance-Risiken zu vermeiden.
Praxisbeispiele: Drei reale Fälle und die einfachste Lösung
- US-SaaS: Ein US-Unternehmen bietet Cloud-Software für EU-Kunden an. Es muss einen CRA-Vertreter benennen, technische Dokumentation und Konformitätserklärung vorbereiten. Es kann einen Anbieter mit transparentem Mandat und Festpreis wählen (z.B. REP27 oder Euverify). Assessments sind nicht erforderlich, wenn das Produkt Basis-Klasse hat und harmonisierte Normen anwendbar sind.
- Amazon-Verkäufer China: Ein chinesischer Hersteller verkauft IoT-Geräte auf Amazon an EU-Kunden. Er muss einen CRA-Vertreter benennen, auch wenn der Marktplatz Logistik übernimmt. Der Vertreter muss in der technischen Dokumentation und Produktpolitik genannt werden. Der Marktplatz übernimmt diese Pflicht nicht.
- Online-Shop UK: Ein britischer Online-Shop verkauft Smart-Hardware in der EU. Nach dem Brexit gilt er als außerhalb der EU und muss einen CRA-Vertreter benennen, Dokumentation vorbereiten und einen Anbieter mit verifizierbarem Mandat wählen. Verkauft er auch über Marktplätze, bleibt er als Hersteller verantwortlich.
In allen Fällen ist die einfachste Lösung die Wahl eines Anbieters mit veröffentlichtem Preis, schriftlichem Mandat und schnellem Benennungsprozess (z.B. REP27: Benennung in 24 Stunden, QR-Zertifikat, Festpreis).
Wann Sie das nicht brauchen
- Importeure und Händler in der EU, die Produkte Dritter verkaufen (Pflicht liegt beim Hersteller)
- Marktplätze, die nicht Hersteller sind
- Hersteller mit Sitz in der EU
Häufige Fragen
Wann ist die Benennung eines CRA-Vertreters erforderlich?
Sie ist verpflichtend, wenn Sie Hersteller digitaler Produkte sind, außerhalb der EU ansässig und Ihre Produkte auf dem europäischen Markt vertreiben. Die Pflicht gilt für Hardware, Software, SaaS, IoT-Geräte und ähnliche Produkte.
Welche Aufgaben hat der autorisierte CRA-Vertreter?
Er verwahrt die Konformitätserklärung und technische Dokumentation, beantwortet Anfragen der Aufsichtsbehörden, leitet Mitteilungen weiter und arbeitet bei der Risikobewältigung der vom Mandat abgedeckten Produkte mit.
Führt der CRA-Vertreter Assessments oder Tests durch?
Nein, kein Vertreter darf Konformitätsbewertungen, Sicherheitstests oder SBOM erstellen. Diese Aufgaben obliegen benannten Stellen oder dem Hersteller selbst, nicht dem Vertreter.
Wie hoch sind die Kosten für einen CRA-Vertreter?
Die veröffentlichten Preise (Stand Oktober 2026) liegen zwischen €490/Jahr (REP27) und €999/Jahr (Kadano), einige Angebote in Pfund oder auf Anfrage. Fragen Sie immer nach schriftlichen Verlängerungspreisen und prüfen Sie Vertragsbedingungen.
Was passiert, wenn ich keinen Vertreter benenne?
Sie riskieren Bußgelder bis zu €10 Millionen oder 2 % des weltweiten Umsatzes, Verkaufsverbote in der EU sowie Verzögerungen bei der Bearbeitung von Behördenanfragen.
Kann der Vertreter auch für GPSR oder GDPR verantwortlich sein?
Manche Anbieter, wie REP27, bieten Bundles mit Vertretung nach GDPR Art. 27 und GPSR Art. 16 an, aber jedes Mandat bleibt gesetzlich getrennt und umfasst nur die jeweilige Norm.
Wie überprüfe ich die Gültigkeit des Mandats?
Einige Anbieter (z.B. REP27) stellen ein Zertifikat mit QR-Code und öffentliche Prüfseite bereit. Es ist ratsam, diese Option zu wählen, um bei Audits oder Behördenanfragen die Benennung nachzuweisen.
Deckt der Vertreter alle meine Produkte ab?
Das hängt vom Anbieter ab: Einige decken unbegrenzt viele Produkte mit einem Mandat ab (z.B. Euverify), andere setzen Limits oder verlangen Zusatzgebühren. Prüfen Sie Details vor Vertragsabschluss.
Muss ich für jedes EU-Land einen Vertreter benennen?
Nein, ein Vertreter in einem EU-Mitgliedstaat reicht aus, um den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EU + Norwegen, Island, Liechtenstein) abzudecken. Die Benennung ist europaweit gültig.
Übernimmt der Vertreter auch die Meldung von Schwachstellen?
Der Vertreter kann als Ansprechpartner für Meldungen fungieren, die Meldepflicht liegt jedoch beim Hersteller. Einige Anbieter bieten spezielle Meldekanäle, ersetzen aber nicht die technischen Pflichten.
Wie erfolgt die Benennung des Vertreters?
Die Benennung erfolgt per schriftlichem Mandat, unterschrieben von beiden Parteien. Der Hersteller dokumentiert die Vertreternamen in internen Richtlinien und technischer Dokumentation. Manche Anbieter benennen innerhalb von 24 Stunden.
Was sollte ich vor der Auswahl eines Anbieters erfragen?
Fragen Sie nach Verlängerungspreisen, Mandatsgrenzen, Verifikationsmöglichkeiten, Haftungsausschlüssen, Reaktionszeiten bei Behördenanfragen und möglichen Zusatzkosten für Leistungen außerhalb des Mandats.
Quellen
- Cyber Resilience Act – Artikel 18 — cyber-resilience-act.com
- REP27 – CRA Authorised Representative Cost — gdprrepresentative.com
- Kadano – CRA EU Authorised Representative — kadano.io
- Euverify – CRA Representation — euverify.com
- DP-Dock GmbH – CRA Authorised Representative — dp-dock.com
- Comply.Land – CRA Consultancy — comply.land
- Meroi Security – EU Representative Office — meroisecurity.com
- ICERTIFI – EU CRA Authorised Representative — icertifi.com
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